2008-11 San Salvador und Palma
Aus Deutsch ohne u
San Salvador
Heute ist der zweite und letzte Tag, an dem wir eine Insel-Rundfahrt machen. Unser Ausflugsziel ist die Einsiedelei auf dem Berg von Felanitx. Jedoch halten wir auf besonderem Wunsch zunächst einmal in Manacor am "Haus der 20 Fässer" an. Eigentlich ist es ja ein ganz normaler Pott- und Pann-Laden. Allerdings mit Verköstigungsmöglichkeiten aus besagten 20 Fässern. Im Sommer ist dort mit Sicherheit der Bär los und ein reines Durchschleusen...
Den Part mit der Verköstigung überspringen wir mal, weil es doch noch etwas früh ist. Statt dessen zieht der Familien-Aschenbecher (oder besser: Urne) unsere Aufmerksamkeit auf sich. Das wäre das ideale Mitbringsel für Waltraud!
Dann (nach diversen Käufen und Spaß an der Kasse mit dem Cousin von Mr. Bean) geht es aber direkt weiter bergauf zur Einsiedelei San Salvador auf den gleichnamigen Berg mit seinen stolzen 510m. Die Strecke dorthin ist, ähnlich wie Sa Calobra nichts für unerfahrene Fahrer.
Für Busse ist diese Strecke nur bedingt geeignet. Ein Begegnen von 2 Reisebussen unterwegs muss unbedingt vermieden werden. Deswegen gibt es sowohl am Fuße des Berges sowie oben am Parkplatz "Abfahrtszeiten" für die Busse.
Nach unserer Elternzeit ist dies nun unser 3. Besuch auf dem Berg und nun wird es für uns so richtig interessant, weil wir andere Sachen entdecken, die einem beim 1. Besuch in der Regel verborgen bleiben...
Eigentlich ist es ja nur zu logisch, dass auch Mönche mal müssen. Aber muss es denn gleich unter dem heiligen Salvador sein? Wenn diese Toilette nicht heilig ist...
Als nächstes folgt die Besichtigung der Kapelle. Allerdings erst, nachdem ich das Bild gemacht habe, denn hier lachen sie noch alle. Oma muss nämlich die gut 20 Stufen rauf. Aber sie schlägt sich tapfer und in der Kirche wird sie auch mit sagenhaften Eindrücken belohnt! Nach Palma mit "groß und pompös" folgt nun "klein aber fein". Oma und natürlich auch der Rest sind sehr begeistert. Sowohl von der Kirche selbst, als auch von diesen immer wieder faszinierenden kleinen Gucklöchern!!! Mit anderen Worten: Auch diese Strapaze hat sich mal wieder gelohnt!
Palma
Leider befindet man sich hier im Nordosten der Insel ein wenig weit weg von den großen Touristenattraktionen und man muss eigentlich fast immer 1 Stunde Fahrt in Kauf nehmen, wenn man etwas besichtigen möchte. Der Nordosten mit Arta und Capdepera ist nämlich schnell abgegrast und so fahren wir heute mal nach Palma. Denn ein Mallorca-Urlaub ohne Palma ist kein Mallorca-Urlaub (Übrigens ist die offizielle Bezeichnung seit ca. 1 Woche nicht mehr 'Palma de Mallorca' sondern nur 'Palma', so die Inselregierung). Palma ist uns schon recht gut bekannt, aber einen Tagesausflug mit rollstuhlgerechtem Programm haben wir auch noch nicht gemacht. Wir fahren das Parkhaus unterhalb der Kathedrale an und schaffen es von dort tatsächlich ohne Stufen bis hoch hinein in dieselbe! Wir sind mit 6 Personen, zahlen dort aber nur 3 x Eintritt. Wie praktisch: Daniel als Resident ist frei, Oma im Rollstuhl ist frei und ich sehe schon so schlapp vom Schieben aus, dass ich wohl aus Mitleid freien Eintritt bekomme (offiziell nennt man das dann 'Begleitperson').
Obwohl wir die Kathedrale schon öfter gesehen und besucht haben, ist es immer wieder beeindruckend und Oma ist sowas von den Socken. Sie hat bedenken, abends nicht einschlafen zu können, weil es soooo wunderschön ist! Von dort geht es weiter durch die Altstadt in unsere Stamm-Hamburgeseria 'Augusta' direkt hinter dem Bahnhofs-Parkplatz. Dort kennt man uns schon und da wir bislang über das Jahr verteilt mit so vielen Familienmitgliedern dort waren, denken die dort bestimmt, dass wir ein kleines Reiseunternehmen mit Stadtführung besitzen.
Interessant war auch wieder die wohl inzwischen fertig gestellt Weihnachtsbeleuchtung, so z.B. die zur Kugel gewickelte Lichterkette oder die Glühlampen, die sich alle an einem Mast treffen. Na, wenns da nicht warm wird...
Von dort wieder zurück gehts zum letzten Highlight des Tages: das Hotel Horizonte mit seinem einmaligen Ausblick über der Bucht von Palma.
Als wir abends wieder in CR ankommen, sind wir doch recht erschlagen, denn ein Tag Palma ist nun mal anstrengend...
